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Zu Beginn kann schon einmal gesagt werden was es nicht ist: nämlich ein blauer Druck. Dennoch haben schon seit 1690 so manche ihr blaues Wunder erleben dürfen mit diesem beeindruckenden, alten Handwerk. Diese Technik des Blaudrucks blickt auf eine lange Geschichte zurück. Mittels handgefertigter Formen aus stabilem Holz wurden aufwändige Muster auf zuvor eingefärbte blaue Stoffe gedruckt. Das Geheimnis dabei ist die farbabweisende Masse, die bei dem Druck die Farbe ausspart. Das nennt man den sogennanten Reservedruck. Das Ergebnis ist verblüffend, da die intensive Farbe und Musterung sowohl ältere als auch jüngeren Generationen gleichermassen in ihren Bann ziehen kann. Durch die wunderbar intensive Färbung entstand erst die Bezeichnung Blaudruck, und spannend in dem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass nicht nur kein Kunsthandwerker je blau gedruckt hat, meist hat er vorher nicht einmal blau gefärbt. Indigo ist nämlich beim Färbevorgang selbst grün und wird erst später in Verbindung mit Sauerstoff herrlich blau. Daher kommt tatsächlich der Ausdruck, sein blaues Wunder erleben, das noch in unserem Sprachgebrauch geläufig ist. Während der Blaudruck früher eher als Kunst der armen Leute bekannt war, da der Druck zumeist auf Leinen und Baumwollstoffen gedruckt wurde, erlebte er im 18. Jahrhundert seine Renaissance als sogenannter Porzellandruck. Bestandteil von Trachten oder wunderbaren Stoffen für Tischdecken vereinen sie Tradition und Eleganz in einem. Werden Gäste erwarten, so können Tischdecken mit Blaudruck eine unnachahmliche Gastfreundschaft ausstrahlen und im eigenen Wohnzimmer einen unverwechselbaren Stil vermitteln. Blau vermittelt Harmonie und Zufriedenheit und steht zudem für Sehnsucht und Treue. Es ist eine schöne Art, dies auch so einfach in seinen eigenen vier Wänden ausdrücken zu können. Das weckt doch das Bedürfnis, einfach mal blau zu machen. |