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Mein Mann musste sie ja haben, die im Angebot stehende Biertischgarnitur aus dem Baumarkt. Dass sie optisch nicht viel hermacht, konnte man schon im Katalog sehen, dass sie aber eine angegraute und recht dünne Tischplatte hatte, sahen wir erst, als der Tisch nebst den zwei Bänken auf unserer Terrasse stand. Die Bänke sahen noch abgewetzter und poröser aus als der Tisch. Die erste Möglichkeit, die Optik der Garnitur zu verbessern, wäre sie zu lasieren oder sie nach einer vorausgegangenen Schleifaktion zu streichen. Zeitlich war dies jedoch völlig indiskutabel, da unsere Gäste zum ersten Angrillen in dieser Saison in knapp sechs Stunden eintreffen würden. Wenn ein Überdecken der unansehnlichen Gartenmöbel möglich wäre, wäre dies noch eine bessere Option, als sie zurückzubringen und den Gästen das Essen im Stehen zu servieren. Die Idee, einige kaschierende Tischdecken darüber zu legen, scheiterte an unserer begrenzten Auswahl an eher kleineren Tischtüchern. Ein nahegelegenes Geschäft für Wohntextilien hatte allerdings genügend Wachstuchstoffe am laufenden Meter in verschiedenen Farben parat, um uns aus der Bredouille zu retten. Die Bänke in uni weiß, die Biertischdecke in blau sahen schick aus und hatte nicht den sonst üblichen Charme eines Festzeltes mit karierten Decken. Passende blaue Teelichtgläser und Servietten werteten die Tischgarnitur zusätzlich auf. So hat denn auch kein Gast bemerkt, welchen ursprünglicher Zustand die Baumarktware hatte. Im Nachhinein war es dann doch ein sehr lohnender Kauf. Zwar haben wir den Zustand der Garnitur niemals verbessert, aber uns weitere dekorative Tischdecken zugelegt. Kombinationsmöglichkeiten mit Läufern und Platzsets kamen immer wieder überraschend gut an und das enge Zusammensitzen auf den Bänken ist urgemütlich. Einen besonderen Clou hatten wir uns für Weihnachten ausgedacht. Überdeckt mit einer cremeweißen Husse, deren seitliche Stoffbahnen bodenlang geschnitten sind, lassen sogar die Garniturstellage verschwinden. Eine große Feier mit allen Verwandten und Freunden war endlich möglich. Festlich dekoriert mit weihnachtlichem Schmuck und Tannenzweigen kamen auch die Schwiegereltern schnell über ihr erstes ungläubiges Staunen hinweg. |