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Es geschehen Dinge, welche ich niemals für möglich gehalten hätte. Mein gesamtes Weltbild hat einen empfindlichen Kratzer erhalten, so dass ich nicht mehr in der Lage bin, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Sie erinnern sich an meinen Freund Z? Den Banausen, der Ketchup über sein Cordon bleu gießt und Möbel aus Obstkisten sein Eigen nennt?! Genau er ist es, der mich nicht mehr zur Ruhe kommen und mich zweifeln lässt an meiner früheren Grundüberzeugung betreffend seiner Person. Womit er das verursacht hat? Ich wage kaum, es Ihnen zu erzählen. Z. hat angekündigt, seine gesamte Wohnung zu renovieren, will heißen, zu tapezieren, an den Decken Lampen aufzuhängen und sich zu allem Überfluss mit richtigen Möbeln einzurichten.... Na, was sagen Sie dazu? Das wahrhaft Schlimme dabei ist, dass es nicht bei der Ankündigung blieb, sondern dass er tatsächlich mit der Ausführung bereits begonnen hat. Die Tapeten sind gekauft und werden bald an den Wänden hängen und auch der Möbelwagen war bereits vor seinem Haus zu sehen. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hat Z. einen teuren Tisch mit ovaler Glasplatte aus der Bauhauszeit bestellt und beabsichtigt tatsächlich, diesen nach Fertigstellung der Renovierung in seinem Wohnzimmer aufzustellen... Ich bin schockiert – zutiefst schockiert! Z. hat seine Drohung wahr gemacht und tatsächlich seine Wohnung komplett eingerichtet. Die Obstkisten-Möbel sind verschwunden und alles ist neu eingerichtet. In zwei Tage wird der Bauhaustisch geliefert und wird dann an seinem endgültigen Platz stehen und mir das Leben verleiden. Mein Weltbild ist wieder in Ordnung! Alles ist wieder zurecht gerückt, wie es immer war und auch sein soll. Heute, zwei Wochen nach der Lieferung besagten Tisches war ich wieder einmal zu Besuch bei meinem Freund und was ich im Wohnzimmer erblickte, hat mir die innere Ruhe wieder zurück gegeben. Ich erblickte den teuren Bauhaustisch mit Glasplatte inmitten des Wohnzimmers – bedeckt mit einer Wachstuch-Tischdecke mit Blümchenmuster. Zufrieden fahre ich nach Hause und mache mich an meine Arbeit... |