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Mami ist auf Kur, meine kleine Petra und ich sind alleine und kümmern uns um den Haushalt. Wir wollen natürlich alles richtig machen und geben uns die größte Mühe, alles so zu machen, wie Mami es auch handhaben würde. Meine kleine Tochter gibt mir Ratschläge betreffend Küche und Bad und ich befolge sie. Gemeinsam überlegen wir, womit wir Mami bei ihrer Rückkehr wohl überraschen könnten. Endlich, eine Woche vor der erwarteten Rückkehr, habe ich die zündende Idee, welche von meinem Töchterlein gnädig akzeptiert wird. Wir werden einen neuen Esstisch für die Essecke kaufen! Der alte ist zwar noch gut und auch optisch noch in Ordnung, doch sicher wird sich Mami über eine Abwechslung freuen. Über die Tatsache als solche sind wir uns also einig – doch nicht über die Form des neuen Tisches. Rund soll er sein, finde ich – mein Töchterlein widerspricht und möchte einen eckigen, kann aber nicht genau begründen, warum und weshalb. Also behalte ich die Oberhand und setze mich durch. Ein runder Tisch wird es sein! Warum, weiß ich auch nicht so recht, doch es ist eine Abwechslung, da der jetzige rechteckig ist – und überhaupt..
Wir fahren also in ein Möbelhaus und suchen uns einen schönen, leichten, modernen runden Esstisch aus. Papi bezahlt, der Tisch wird auf dem Autodachträger fest gezurrt und zurück geht es nach Hause. Am Vorabend der Rückkehr meiner Frau mach ich meiner Tochter den Vorschlag, unser aller Lieblingstischdecke zur Feier des morgigen Tages aufzulegen. Petra ist einverstanden und zusammen machen wir uns an die Arbeit. - „Siehst Du – es geht nicht!“ Ich sehe es. Die Lieblingstischdecke ist, wie alle anderen Tischdecken im Haus, rechteckig und wollen auf dem runden Tisch nicht in angemessener Weise zur Geltung kommen. Vorwurfsvoll sieht mein Töchterlein mich an – und ich schleiche mit hängendem Kopf in den Keller, wo ich den alten rechteckigen Tisch wieder hervorhole und ihn oben in der Essecke mit der Lieblingstischdecke der Familie drapiere. |