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Kleine Räume finden sich häufig in Neubauwohnungen; sie sind grundsätzlich sicher recht kuschelig. Aber sie können, wenn man bestimmte Punkte nicht beachtet, auch sehr schnell unangenehm eng und sogar "klemmig" wirken, und man fühlt sich nicht wohl darin. Wie bekommt man Weite in einen kleinen Raum? Kleine Räume so zu gestalten, dass sie dennoch Weite suggerieren, ist gar nicht so schwer. Wenn ein Raum hell ist, also in einem höhere Stockwerk liegt, hat man es ohnehin leichter, denn es spielt noch der Aspekt der natürlichen Erweiterung durch den freien Blick hinein. Bei niedriger gelegenen Räumen muss man sozusagen intern tätig werden. Eine Grundregel lautet: Je voller ein Raum ist, umso kleiner wirkt er, je dunkler die gewählten Farben sind, umso "höhliger" wirkt der Raum. Um Weite bzw. Größe zu erzielen, empfiehlt sich also eine Reduktion der Möbel auf das Minimum sowie die Verwendung heller, möglichst gut harmonierender Farben. Ton in Ton ist hier auch ein Stichwort. So wirkt ein kleiner Raum mit einer Sitzgruppe mit hellen Sesseln und einem hellen Korbtisch, auf dem eine gelbe oder weiße Tischdecke liegt, helle Kissen auf den Sesseln ausgebreitet sind, freundlich und alles andere als bedrückend. Hübsche, ebenfalls helle Dekodetails, wie eine durchsichtige Vase oder Glaskugeln, bilden eine perfekte Ergänzung dazu.
Ein kleiner Raum, in dem ein massiver dunkler Holztisch steht, wird automatisch von diesem dominiert und auch verkleinert. Selbst wenn der Tisch ein kostbares Erbstück ist, sollte man ihm eine fröhliche, auf jeden Fall helle Tischdecke, gerne auch aus praktischem Wachstuch, gönnen. Der Vergleich vorher - nachher verblüfft oft!
Insgesamt spielen Wohntextilien, also auch Vorhänge, eine große Rolle bei der Gestaltung kleiner Räume. Ein heller durchsichtiger Vorhang aus weißer Baumwolle bringt Urlaubsatmosphäre in den Raum, erweitert ihn auch. Hier sollte man ruhig ein bisschen mit dem Vorhandenen experimentieren, dem Raum einen verspielten Charakter verleihen. |